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01·37 Unit Was ist das Zentrum

Was ist das Zentrum im lokalen, regionalen und globalen Kontext und wie wird/kann es sich entwickeln?

Catharina Fineder · 04 · 02 · 15

Ausgangslage:

Was ist das Zentrum? In einer globalen Welt ist die Frage nach der Lage und der Qualität des Zentrums immer schwieriger zu beantworten. Fortscheitende Vernetzung im regionalen und globalen Sinn unterziehen die Begriffe Zentrum und Peripherie schon jetzt einem dynamischen Bedeutungswandel. Sich verändernde Parameter (wie z.B. demographische Entwicklungen, Klimawandel, unstabile Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme) können in Zukunft das Bild bekannter Zentren noch grundlegend verändern.








Gruppe
12-16 Jährige
Dauer
2-3 h
Durchführung
Auch ohne Experten / Expertin möglich

Lernziele

  • Die Begriffe Zentrum/Peripherie im regionalen, überregionalen und globalen Kontext entdecken
  • Raumplanerische Aspekte kennen lernen und diskutieren
  • Spielerisch Szenarien für die Zukunft ausdenken

Theorie Input

Im Workshop werden zunächst die Begriffe Zentrum und Peripherie im regionalen - überregionalen - globalen Kontext entdeckt und diskutiert. Im weiteren Schritt werden Zukunftsszenarien für genannte Zentren entwickelt und mittels „Iconmaps“ dargestellt.


In einem kurzen Impulsreferat werden einige der derzeit gängigen Visionen für Zentren in Veränderung vorgestellt (self-sustaining cities, floating cities, sunken cities, shrinking cities…)

Materialeinsatz & Medien

  • Diskussion mit Notizen
  • Erstellen von kreativen Zentrumsplänen durch Verwendung von Icons



Stundenbild



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Lernziele

Die Begriffe Zentrum/Peripherie im regionalen, überregionalen und globalen Kontext


Zeit
60 min

Medien
  • Kärtchen
  • Magnetwand

Inhalte

Übung 1 - Hausübung und Diskussion


Vorbereitung: Kärtchen, auf welchen die persönlichen Zentren/ Randgebiete und deren Eigenschaften notieren werden

  • Notiere auf dem jeweiligen Kärtchen wo deiner Meinung nach das Zentrum–in deinem Ort /in Vorarlberg (die Region)/in Europa/ auf der Welt–ist. Beschreibe in Stichworten, was die Orte zum Zentrum macht.
  • Notiere auf dem jeweiligen Kärtchen, wo deiner Meinung nach die Peripherie (Randgebiet) –in deinem Ort/ in Vorarlberg (die Region), in Europa – auf der Welt –ist. Beschreibe in Stichworten, was die Orte zum Randgebiet macht.
  • Gemeinsam pinnen wir die Ergebnisse auf die Wand und ergänzen die notierten Eigenschaften.
  • Wir kategorisieren im Rahmen einer Diskussion die genannten Eigenschaften nach den raumplanerischen Begriffen von Verkehr, Infrastruktur, Naturraum, Handlungsspielraum, Bevölkerung, Versorgung, Wirtschaft, Baustruktur, Gestaltungswerte.

Methoden

Diskussion mit Notizen



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Lernziele

Raumplanerische Aspekte kennen lernen und diskutieren


Zeit
15 min

Medien

Beamer

Inhalte

Übung 2 - Input

Zentren und Zukunftsszenarien

In einem kurzen Impulsreferat werden einige der derzeit gängigen Visionen für Zentren in Veränderung vorgestellt

(self-sustaining cities, floating cities, sunken cities, shrinking cities…)

Methoden

Impulsrefereat



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Lernziele

Spielerisch Szenarien für die Zukunft ausdenken


Zeit
30 min

Medien
  • Szenariokärtchen
  • Notizen
  • Papier für "Zentrumskarten"
  • Stifte

Inhalte

Zentrum 2060 - ein Szenarienspiel

Vorbereitung: Szenariokärtchen zum Ziehen für die Teams mit den folgenden Begriffen:

  • Bevölkerungsänderung (Rückgang oder Anstieg)Folgen aufgrund des Klimawandels (z.B Überflutung, Dürre)
  • Folgen von Ressourcenknappheit (Wasser, Energie, Nahrungsmittel, Seltene Erden,…)
  • Änderung der Wirtschaftslage (z.B. extreme Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit oder extremer Wirtschaftsboom)
  • Änderung der Verkehrssituation (z.B. keine Autos mehr oder extremer Zuwachs von Autoverkehr)
  • Änderung der Bevölkerungsstruktur (z.B. extrem viele alte Leute, extrem viele junge Leute, extrem viele Migranten)
  • Änderung der Versorgungslage (z.B. keine Güter mehr von außen, alles muss selbst Vorort produziert werden)

Wir bilden Teams und ziehen eine vorbereitete Szenariokarte. Jedes Team wählt ein genanntes Zentrum für die Zukunftsvision aus. Wir stellen uns nun vor wie das gewählte Zentrum 2060 aussehen wird wenn es der gezogenen extremen Veränderung gerecht werden muss.


Übung 3a

Diskussion mit Notizen:


Vorbereitung: Kärtchen mit den Begriffen Verkehr, Infrastruktur, Naturraum, Handlungsspielraum, Bevölkerung, Baustruktur, Versorgung, Planungsrestriktionen, Wirtschaft, Gestaltungswerte auf welche die Teams Ihre Notizen zu den Themen notieren.


Jedes Team diskutiert intern die derzeitige Situation und die zu erwartenden Veränderungen (Vorderseite Kärtchen) sowie die daraus resultierenden notwendigen Lösungsansätze (Rückseite). Dabei sollte die Lage extrem und überspitzt dargestellt werden. Im Anschluss stellt jedes Team seine Notizen vor. Das Publikum ergänzt mögliche Faktoren in der Diskussion.

Übung 3b

Jedes Team gestaltet eine Zentrumskarte für das Jahr 2060. Stellt die wichtigsten Elemente des Zentrums als Icons dar – was benötigt man in der neuen Situation? welche Einrichtungen reagieren auf die Veränderung? Was gibt es Neues?... Je kreativer die Karte umso besser!

Methoden

Spiel



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Lernziele

Vorstellungskraft in Bezug auf raumplanerische Wahrnehmung schärfen.


Zeit
60 min

Medien
  • Erstellte Zentrumskarten

Inhalte

Abschluss:

die Visionen und Szenarios werden präsentiert und diskutiert

Methoden

  • Präsentation
  • Diskussion

Unit Architektur · Baukultur im Unterricht · ein Projekt des Vorarlberger Architektur Institut