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01·01 Unit Gender Walk

Bewusstes Erfahren von geschlechterspezifischen Aspekten im Stadtraum

Catharina Fineder · Barbara Winkler · 24 · 10 · 12

Mit Gender sind die gesellschaftlichen Geschlechterrollen gemeint, die Vorstellungen und Erwartungen, wie Frauen und Männer sind bzw. sein sollen. Die Geschlechterrollen können sich im Lauf der Zeit ändern und sind innerhalb und zwischen den Kulturen unterschiedlich. Aufgrund der zugewiesenen Rollen sind die Blickwinkel, Aktionsräume und Bedürfnisse des „Durchschnittsmannes“ und der „Durchschnittsfrau“ verschieden.
Gemeinsam betrachten und hinterfragen wir diese Bilder der klassischen Rollenverteilung in Bezug auf die bauliche Umwelt in der Stadt und suchen nach Anforderungen an räumlichen Bedürfnissen, welche für Männer und Frauen verbessert werden könnten.









Resultate sind vorhanden

Lehrplan


Die bewusste bzw. reflexive Koedukation und geschlechtssensible Pädagogik ist im Lehrplan des Bundesministeriums verbindlich enthalten.




Gruppe
10-15 SchülerInnen; wenn möglich Geschlechter gemischt
Dauer
ca. 5h Stunden
Durchführung
Auch ohne Experten / Expertin möglich

Lernziele

Hinterfragen von traditionellen Geschlechterbildern.Bewusstes Erfahren von geschlechterspezifischen Aspekten von Räumen.
Anforderungen an eine geschlechtssensible Gestaltung der städtischen Umgebung definieren.

Theorie Input

Unterstützende Links zum Thema:

  • Video mit Erklärung was ist Genderkompetenz auf vimeo: http://vimeo.com/21576198
  • Ö1 Schule: Weibs-Bilder
    Moment: Frauen im öffentlichen Raum
    http://oe1.orf.at/artikel/276146
  • Info zu Gender Mainstreaming im Stadtraum auf wien.at:http://www.wien.gv.at/menschen
    /gendermainstreaming/publikationen.html
  • Folder Körperbilder des Vereins Amazone:
    http://193.170.142.169/pdf/koerperbilder.pdf

Unterstützende Literatur zum Thema:

  • Geschlechterverhältnisse, Raumstrukturen, Ortsbeziehungen; von Sybille Bauriedl Michaela Schier, Anke
    Strüver; Auszuleihen in der Bibliothek FH Dornbirn
  • Arch6; vonIrene Nierhaus; Auszuleihen in der Bibliothek FH Dornbirn

Materialeinsatz & Medien

Powerpoint, Fotoapparat, Papier , Bleistift, Flipchart, Stadtplan, Aktivitätsbögen, Fotodrucker




Stundenbild



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Lernziele

Übung 1
Mädchenorte – Jungenorte?
Männerorte – Frauenorte?


Zeit
1 Stunde

Medien

Flipchart

Inhalte

Spielerisches Bewusstwerden von traditionellen Geschlechterbildern im Stadtraum

Methoden

  • Kreisspiel: Wir bilden einen inneren und einen äußeren Kreis. Wir diskutieren jeweils mit unserem Gegenüber, welche typischen von Jungen/Mädchen/Männer/Frauenorte genutzten Orte es im öffentlichen Stadtraum gibt. Wir rotieren den äußeren Kreis und wechseln so immer unseren Gesprächspartner.
    Die genannten Orte werden auf ein Flipchart notiert.
  • Wählt je 3 geschlechtertypische Orte (Jungen, Mädchen, Frauen, Männer) und diskutiert in kleineren Gruppen, warum diese hauptsächlich von Mädchen bzw. von Jungen frequentiert werden.
  • Welche Aktivitäten werden dort ausgeführt?
  • Was ist an diesen Orten besonders wichtig für die jeweiligen Benutzer?
  • Wie sind diese Orte gestaltet?
  • Erstellt Notizen auf Flipchartbögen und präsentiert kurz die Ergebnisse.


2


Lernziele

Übung 2A
Gender-Beobachtungen in der Stadt – Bilder


Zeit
1 Stunde

Medien

Digitalkamera
PC
Beamer
Powerpoint

Inhalte

Recherche: Wie werden Männer und Frauen im öffentlichen Raum dargestellt?

Methoden

  • Untersucht, wie Frauen und Männer in der Stadt dargestellt werden. Achtet hierbei auf Werbeplakate, Statuen/Denkmäler, Auslagen…
  • Dokumentiert die Bilder mittels Foto und notiert, ob sie etwas über die Rolle von Mann / Frau aussagen. Präsentiert das Ergebnis in der Gruppe.
  • Wie sollten eurer Meinung nach Frauen / Männer im Stadtraum dargestellt werden (Skizze, Collage, Text)?


3


Lernziele

Übung 2B
Gender Beobachtungen in der Stadt – Straßennamen


Zeit
1 Stunde

Medien

Stadtplan
Papier und Bleistift
Flipchart

Inhalte

Recherche: Wie werden Männer und Frauen im Öffentlichen Raum dargestellt?

Methoden

  • Recherchiert und zählt die Straßennamen in eurer Umgebung. Wie viele Namen sind:
  • geografische Bezeichnungen
  • Männernamen
  • Frauennamen
  • Pflanzennamen
  • Tiernamen
  • Sonstiges
  • Nach welchen bekannten Persönlichkeit sind Straßen in deiner Stadt benannt. Ist der Anteil Männer / Frauen ausgewogen?
  • Wir möchten eine Straße nach einer berühmten Frau der Stadt benennen, recherchiert im Internet/oder auf der Straße nach einer möglichen Persönlichkeit.
  • Was ist besonders an der Person?
  • Was hat diese Person geleistet?
  • Welche Straßen würdet ihr umbenennen? Zeichnet sie im Stadtplan ein.
  • Präsentiert das Ergebnis in der Gruppe


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Lernziele

Übung 2C
Gender Beobachtungen in der Stadt – Wer ist wo – und wieso?


Zeit
1 Stunde

Medien

Digitatlkamera
PC
Beamer
Powerpoint
Papier und Bleistift
Flipchart

Inhalte

Recherche: Nutzerverhalten der Stadträume nach Geschlechtern

Methoden

  • Beobachtet in Gruppen je ½ Stunde 3 frequentierte Orte.
  • Führt Strichlisten, wie viele Männer/ Frauen anzutreffen sind. Wenn möglich notiert auch, ob es sich um Erwachsene, Kinder, oder ältere Menschen handelt.
  • Fotografiert und dokumentiert Orte in Bezug auf Atmosphäre, Materialien, Beleuchtung, Geländesprünge, Orientierung und Lage in der Stadt.
  • Präsentiert das Ergebnis in der Gruppe. Diskutiert die möglichen Hintergründe einer ungleichen Vereiteilung von Nutzern


5


Lernziele

Übung 3
Unsere Orte– Wie sollten sie für Jungs und Mädchen sein?


Zeit
1 Stunde

Medien

Papier
Stifte

Inhalte

Definieren von Anforderungen an eine geschlechtssensible Gestaltung der städtischen Umgebung

Methoden

  • Gibt es Orte in der Stadt, die eurer Meinung nach im Bezug auf geschlechtersensible Gestaltung umgestaltet werden müssten?
  • Was sollte verändert werden?
  • Welche Orte, die es noch nicht gibt, würdet ihr euch für eure Bedürfnisse in der Stadt wünschen?
  • Wie sollten diese gestaltet sein, damit sie für Jungs und Mädchen angenehm sind?
  • Folgende Stichworte können eine Rolle spielen:
  • Grenzen
  • Teilzonen
  • Sicherheit
  • Einsehbarkeit
  • sich in der Gruppe aufhalten
  • Tag/Nachtsituation
  • Beleuchtung
  • Intimität/Abgeschiedenheit
  • Orientierung
  • Bewegung/ sich fortbewegen (=Mobilität)
  • Mobiliar
  • Spielflächen/Spielgeräte
  • Toiletten
  • Grünflächen
  • Erstellt Notizen Skizzen/Collagen , welche die Situationen beispielhaft darstellen.

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