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01·02 Unit Perspektivische Darstellung

Perspektivische Darstellung des eigenen Zimmers mit anschließender Manipulation der Raumwirkung

Ursula Ender · Elena Rametsteiner · 23 · 10 · 12

Ausgangspunkt der Studie stellt das eigene Kinderzimmer dar, welches photographiert und schließlich als Zentralperspektive auf Papier gebracht wird.

Spielerisch sollen nun durch Einsetzten von Farben, Mustern, Strukturen und Möbelstücken die Raumwirkungen getestet und analysiert werden. Einzelne Flächen [zB. die Bodenfläche oder eine Wandfläche oder mehrere andere Flächen …] sollen aus dem Perspektive-Blatt [nur Kopien des Originals zerschneiden] ausgeschnitten und mit farbigen und/oder strukturierten Flächen hinterlegt werden. Rasch können so die Atmosphäre und der Raumeindruck manipuliert und getestet werden. Ist die Traumstimmung gefunden, werden schließlich alle Flächen mit dem Blatt fixiert.









Lehrplan


Geometrische Umsetzung von perspektivischen Darstellungen;
Graphische Gestaltung und Manipulation der Darstellung;
Collagier-Techniken anwenden;




Gruppe
Geringe Teilnehmerzahl von Vorteil [maximal 25 Personen]
Dauer
8 Doppelstunden [Theoretischer Input & praktisches Arbeiten]
Durchführung
Auch ohne Experten / Expertin möglich

Lernziele

Zentralperspektivische Darstellung verstehen und anwenden lernen; Das eigene Zimmer wahrnehmen, erörtern und schließlich mit anderen Räumen vergleichen können; Räume atmosphärisch lesen und
erklären lernen [Vokabular entwickeln]; Auseinandersetzung mit Raumwirkungen [Größe, Farbe, Struktur, Eindruck …];

Theorie Input

Lektion 01 [Download] :
Begriffserklärungen und Beispiele unterschiedlicher Perspektiven.
Geschichtliche Entwicklung der Perspektive.
Konstruktionsanweisungen von Zentralperspektiven [Außen- und Innenraum].

Lektion 02 [Download] :
Theorie über Hell – Dunkel – Kontrast [mit Beispielen].
Theorie über kalte und warme Farben.
Theorie der Farbkreislehre.
Eintauchen in die Farbpsychologie.
Beispiele unterschiedlicher Raumstimmungen durch Manipulation der Oberflächen.

Farbeinsatz in Innenräumen nach Le Corbusier.

Materialeinsatz & Medien

  • Photographie des eigenen Zimmers [Digitalkamera]
  • Farb-Ausdruck der Photographie [A3; Farbdrucker].
  • Dickes A3-Papier für das Zeichnen der Zentralperspektive
  • Bleistift, Spitzer und Radiergummi.
  • Geodreieck und ein langes Lineal.
  • Schwarzer Fineliner
  • 2 Schwarz-Weiß-Kopien der gezeichneten Zentralperspektive [A3 – Kopierer].
  • Materialmusterbox [Ausdrucke von Oberflächen, Farbflächen, ev. sogar echte Materialmuster, …]



Stundenbild



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Lernziele

Parallel- und Zentralperspektive kennen und verstehen lernen.


Zeit
1 DS

Medien

Power Point Präsentation
[nur Lektion 01]

Inhalte

Theoretischer Input zu perspektivischer Darstellung: Begriffserklärungen, Beispiele von Perspektiven, geschichtlicher Hintergrund, Konstruktionsmethode der
Zentralperspektive.

Methoden

  • Die Lehrperson trägt den theoretischen Input vor. [Info: Je nach Altersstufe ev. gar nicht notwendig!]
  • Hausübung: Die Lehrperson fordert die Schüler/-innen auf, ihr eigenes Zimmer zu photographieren und das Photo ausgedruckt [A3-Papier in Farbe] zur nächsten Einheit mitzubringen.
  • Hinweis: Das Photo soll bildparallel zu einer Zimmerwand aufgenommen werden > sich parallel zu einer Wand stellen und auf diese Wand fokussieren = Zentralperspektive!


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Lernziele

Umsetzen des Gelernten & selbstständiges Arbeiten.


Zeit
3 DS

Medien

Power Point Präsentation, A3 Zeichenpapier, Bleistift,
Spitzer, Radiergummi, Geodreieck und Lineal.

Inhalte

Theoretischer Input zu perspektivischer Darstellung: Begriffserklärungen, Beispiele von Perspektiven, geschichtlicher Hintergrund, Konstruktionsmethode der
Zentralperspektive.

Methoden

  • Die Konstruktionsmethode [die letzen Seiten der Lektion 01] soll per Beamer projiziert werden.
  • Die Lehrperson zeichnet den Raum auf der Tafel vor und erläutert parallel dazu die Konstruktionsschritte. Zusätzlich wird den Schülern erklärt, wie Möbel perspektivisch gezeichnet werden.
  • Abänderungen des Raums und Einrichtungsgegenstände zeichnen die Schüler selbstständig und mit
    Hilfe der Lehrperson.


3


Lernziele

Umsetzen des Gelernten & selbstständiges Arbeiten.


Zeit
1 DS

Medien

Schwarzer Fine Liner [ev. mit unterschiedlichen Stärken],
Lineal.

Inhalte

Reinzeichnen der Perspektive :
Nachziehen der sichtbaren Linien mit schwarzem Fineliner.

Methoden

  • Nur raumbildende Linien und Mobiliar soll nachgezogen werden. Konstruktionslinien bzw. Hilfslinien auslassen.
  • Hinweis : Durch Differenzierung der Linienstärken [Raumkanten dicker als Möbelstücke] kann die Raumtiefe verstärkt werden.
  • Hinweis: Den Schülern zeigen, wie gleichmäßige Linien gezogen werden können > leichtes Drehen des Stiftes um die Längsachse, während der Stift am Lineal entlanggezogen wird, erzeugt ein gleichmäßiges Linienbild.
  • Hinweis: Objekte im Bild-Vordergrund sollen zuerst nachgezeichnet werden. Danach erst die Raumkanten zeichnen > diese Linien kurz vor der Überschneidung mit den Objekten im Vordergrund absetzen. Auch diese Methode verstärkt die plastische Wirkung der Zeichnung.
  • Hausübung: Sind die Reinzeichnungen von den Schülern fertiggestellt, erstellt die Lehrperson jeweils zwei Kopien, sodass das Original erhalten bleibt.


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Lernziele

Die Raumwirkung und Atmosphäre des Zimmers wird nun durch die Schüler in unterschiedlichen Varianten getestet und schließlich festgelegt


Zeit
2 DS

Medien
  • Power Point Präsentation [Lektion 02]
  • Kopie der Perspektive.
  • Musterbox
  • Digital Kamera
    Klebstoff
  • Kopie
    Buntstifte

Inhalte

  • Theoretischer Input über Raumwirkung:
    Hell – Dunkel – Kontrast;
    Kalt – Warm – Kontrast;
    Farbkreislehre;
    Farbpsychologie;
    Beispiele untersch. Raumwirkungen;
    Farbeinsatz nach Le Corbusier.
  • Einzelne Raumflächen [Wand, Decke, Boden…] oder / und Möbelstücke werden aus einer Kopie der Perspektive ausgeschnitten.
  • Hinter diese Leerstellen sollen unterschiedliche Farb- oder Musterflächen gehalten werden.
  • So erfahren die Schüler/-innen schnell und spielerisch, wie unterschiedliche Farben, Kontraste der Flächen zueinander und Oberflächenstrukturen den Raum verändern.
  • Die zweite Kopie soll mit Buntstiften gleichmäßig ausgemalt werden.

Methoden

  • Die Lehrperson trägt den theoretischen Input vor.
  • Die Lehrperson gibt die Anweisung, in einer Kopie einzelne Flächen auszuschneiden und verschiedene Muster dahinterzulegen. [Vorzeigen macht Sinn]
  • Vorgabe / Kriterien:
    • 2 – 3 Flächen und/oder Wände ausschneiden
    • 2 – mehrere Varianten ausprobieren
  • Jede Variante photographieren [Blatt gleichmäßig – ohne Blendflecken – beleuchten; Kamera parallel zur Abbildung halten].
    Nach der photographischen Dokumentation entscheiden sich die Schüler selbst für eine Variante und fixieren die Muster an der Blattrückseite [unsichtbar kleben].
  • Wird das Mobiliar erst zuletzt auf das Papier geklebt und sogar noch mit Karton hinterlegt [sodass es sich leicht von der Bildebene abhebt], kann die räumliche Wirkung erheblich erhöht werden.
  • Die zweite Kopie wird nach Wunsch mit Buntstiften ausgemalt.


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Lernziele

Die Schüler/-Innen vergleichen die Ergebnisse untereinander und diskutieren die Unterschiede.


Zeit
1 DS

Medien

Arbeiten der Schüler/-innen

Inhalte

Gemeinsame Nachbesprechung;

Die Schüler erläutern ihre Perspektiven kurz persönlich;

Das Vokabular für Raum und Atmosphären wird dadurch präzisiert und geschult;

Methoden

Bei jedem Schüler sind 3 Arbeiten entstanden:

1. Die Fineliner Perspektive – das Original;
2. Die mit Mustern hinterlegte Perspektive;
3. Die Buntstift-Perspektive;

Die drei Zeichnungen eines jeden Schülers jeweils in einer Linie aufhängen oder auflegen, sodass die Ergebnisse der Schüler gut verglichen werden können.

Die Lehrperson bespricht und dokumentiert die Arbeitsergebnisse.


Unit Architektur · Baukultur im Unterricht · ein Projekt des Vorarlberger Architektur Institut