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01·44 Unit Barrierefrei durch meine Welt

Barrierefrei durch meine Welt

Barbara Winkler · Katja Gögl · 15 · 02 · 16

Barrieren finden sich nicht nur in Köpfen, sondern behindern auch physisch unser Leben. Schwellen sollen auch in diesem Workshop überschritten werden, und zwar physische genauso wie gesellschaftliche.












Gruppe
25 SchülerInnen
Dauer
2 bis 12 Stunden
Durchführung
Auch ohne Experten / Expertin möglich nur mit Experten / Expertin möglich

Lernziele

Der Workshop geht von der Idee aus, dass sich SchülerInnen anhand der Erkenntnisse, die sie in ihrem eigenen Umfeld gewinnen, aktiv in die Gestaltung ihrer nahen Umwelt einbringen können, weil sie von Vertrautem ausgehend den Fokus erweitern und gewohnte Denkmuster hinterfragen können. Das schulische Umfeld oder die eigene Stadt stellen Orte dar, die man täglich betritt, in ihrer räumlichen Beschaffenheit aber nicht ständig reflektiert.

Die Kombination von Workshop-Formaten und Exkursionen garantiert den SchülerInnen ein ausgewogenes Verhältnis von schulischen und außerschulischen Lernorten sowie von formalen und nicht-formellen Lernerfahrungen.

Die Transformation des Themas vom konkreten Projekt ausgehend hin zu Themenbereichen, die Barrierefreiheit in verschiedene gesesellschaftliche Segmente übertragen, ermöglicht eine Erweiterung des Blickwinkels. Der Komeptenzerwerb erfolgt hierbei ausgehend vom Wissens und Verstehen über das Sprechen und Auskunftgeben hin zu den Stufen Erarbeiten und Gestalten sowie Planen und Zusammenarbeiten, was die Basis für alle demokratiepolitischen Belange darstellt.

Theorie Input

Im ersten Workshop erarbeiten die SchülerInnen unter Anleitung der Architektin Kriterien, auf die man beim Planen achten muss, um einen barrierefreien Zugang zu möglichst vielen Plätzen zu ermöglichen.

Der zweite Workshop dient der Überprüfung der Konzepte in der Praxis. Eine Person, die sich im Rollstuhl befindet, bekommt die Aufgabe, die veränderte Perspektive möglichst genau zu beschreiben. Die Person, die den Rollstuhl schiebt, muss auf die Schwierigkeiten achten, die sich ergeben, und die Orte festhalten, an denen sich Barrieren befinden. Die Teams wechseln im Rahmen dieser Praxisübung Position und Perspektive.

Die Ergebnisse werden in einer Reflexionseinheit besprochen und im Grundriss der Schule bzw. im Stadtplan vermerkt. Wesentliche Erkenntnisse werden an die Schulleitung bzw. die Abteilung für Stadtplanung weitergeleitet bzw. dort vorgestellt. Dies ermöglicht den SchülerInnen eine aktive Partizipation und Mitsprache in ihrer Schule und in ihrer Stadt.

Im letzten Schritt wird das Thema Barrierefreiheit auf andere Bereiche ausgeweitet. Via Transformation können konkrete Erfahrungen auf eine abstraktere Ebene gehoben werden, um dort als Metaphern für Barrieren in den Köpfen zu fungieren. Dabei stehen Themen wie Inklusion und Antidiskriminierung im Mittelpunkt, da es auch diese zu überwinden gilt.




Stundenbild



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Lernziele

Barrierefreies Bauen, Vermittlung der Planungsgrundlagen


Zeit
2 Stunden

Medien

Als Grundlage dienen die ÖNORM 1600-1603

Inhalte

Anhand des Schulgebäudes überprüfen wir dessen Barrierefreiheit.

Türbreiten, Rampen, Lift, WC´s, Parkplätze und andere Notwendigkeiten.



Methoden

Ein Rollstuhl steht zur Verfügung. Zuerst einmal ermöglicht er, sich in das Thema einzufühlen.

Um dann in der Praxis Erfahrungen zu machen. Die Schüler fahren zB über die Rampe in die Schule und öffnen im Rollstuhl sitzend die schwere Eingangstüre, ziehen ein Getränk aus dem Automaten....



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Lernziele

Auf Exkursionen lernen wir Gebäude und den städtischen Raum im Bezug auf Barrierefreiheit kennen.


Zeit
jeweils 3-4 Stunden

Inhalte

1. Exkursionen:

Barrierefreies Montforthaus Feldkirch, http://www.montforthausfeldkirch.com/de/barrierefrei/


2. Exkursion:

Rollstuhltour in Gruppen durch Bregenz. Kann gebucht und durchgefühlt werden beim ÖZIV.

Hierfür fallen Kosten für die Personen an, die uns anleiten und für die Ausleihe der Rollstühle.



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Lernziele

Ausweitung des Themas Barrierefreiheit auf andere Bereiche, mit Schwerpunkt Inklusion und Antidiskriminierung.